Das Sakrament der Taufe

 
Mit der Taufe tritt der Mensch in eine besondere Beziehung mit Gott, gleichzeitig wird er Mitglied der christlichen Gemeinschaft.
Die Taufe ist das Sakrament der Aufnahme in die Kirche und somit Voraussetzung für den Empfang der weiteren Sakramente.
In der alten Kirche wurden die Menschen in der Regel im Erwachsenenalter getauft. Erst in späterer Zeit setzte sich die Dreiteilung in Säuglingstaufe, Erstkommunion und Firmung der Jugendlichen durch. Allerdings ist selbstverständlich auch heute noch die Taufe von Erwachsenen möglich. Der Erwachsenentaufe geht in der Regel eine Taufvorbereitung voraus, das Katechumenat. Kirchenrechtlich ist die Taufe dem Bischof vorbehalten, allerdings wird sie regelmäßig an die Pfarrer vor Ort delegiert.
Wenn ein Kind zur Taufe angemeldet wird, bedeutet dies, den Wunsch zu haben, das Kind christlich zu erziehen. Die Eltern wollen weitergeben, was ihnen selbst wichtig geworden ist. Die Eltern haben den Wunsch, dass ihr Kind an ihrem Vertrauen zu den Menschen und zu Gott beteiligt ist. Dazu benötigt es immer wieder die christliche Gemeinschaft, die sich gegenseitig ermutigt und bestärkt.
Welche Bedeutung die Taufe für uns hat, darüber erfolgen die Gespräche während der Taufvorbereitung. 
 
Sie haben Fragen zur Taufe?
Wenden Sie sich gerne an mich:
  

Volker Imgram

Pastoralreferent
 
HINWEIS
Haben Sie als JUGENDLICHER oder ERWACHSENER Interesse an der Taufe so nehmen Sie Kontakt mit einem der Pfarrbüros auf.
 
SE-Mannheim-Nord
 

Fragen und Antworten zur Taufe:

 
Darf jemand, der nicht katholisch ist, Taufpate werden?
Nein, für das Amt des Taufpaten ist erforderlich, dass die betreffende Person getauft und gefirmt ist und der katholischen Kirche angehört. Nichtkatholische Christen können gemeinsam mit einem katholischen Paten als „Taufzeugen“ zugelassen werden.
 
Muss die Taufe in der Heimatgemeinde erfolgen?
Prinzipiell ist die Taufe auch in einer anderen Gemeinde möglich. Da es sich bei der Taufe allerdings auch um die Aufnahme in eine Gemeinschaft handelt, sollten Sie überlegen, ob der eigene Wohnort nicht vielleicht doch besser geeignet ist.

Gibt es nur einen oder mehrere Taufpaten?
Im Kirchenrecht ist vorgesehen, dass es einen oder zwei Taufpaten geben kann. Die Paten werden in das Taufbuch eingetragen. Um Pate werden zu können, muss man das 16. Lebensjahr vollendet haben.
 
Mein Partner ist evangelisch.
Ist eine ökumenische Taufe möglich?

Das ist nicht möglich, denn das Kind wird ja in die Gemeinschaft einer Kirche aufgenommen. Sie sollten sich daher vorher entscheiden, ob ihr Kind der katholischen oder der evangelischen Kirche angehören soll. Bei der Entscheidung kann es hilfreich sein, wenn Sie überlegen, wer von Ihnen sich im Bezug auf den Glauben stärker mit dem Kind beschäftigen wird, beziehungsweise wer stärker in seiner Konfession verwurzelt ist. Beide Konfessionen erkennen die Taufe gegenseitig an, sollte ihr Kind also später einmal die Konfession wechseln wollen, muss es nicht neu getauft werden.
 
Die Erwachsenentaufe
Sie wollen sich taufen lassen? Dann nehmen Sie am besten Kontakt mit einem Seelsorger auf, der Sie dabei unterstützt und Ihren Weg zur Taufe mit Ihnen bespricht. Erwachsene, die sich taufen lassen wollen, erhalten zuvor Gelegenheit, den christlichen Glauben kennenzulernen. Katechumenat nennt sich diese Zeit, die in der Regel ein Jahr dauert. Im Anschluss daran erfolgt mit der Taufe dann die Aufnahme in die Kirche. Erwachsene bekommen während der Tauffeier auch Firmung und Erstkommunion gespendet – Kinder erhalten diese drei Sakramente zeitlich getrennt.
 
SE-Mannheim-Nord